Julia Helbig

10. April 2018

Ausnahmsweise Übersetzbarkeiten

Schon mehrfach ging es im Kleinen Gemischten Wortsalat um Konzepte, die man im Deutschen mühsam umschreiben muss, während es in anderen Sprachen dafür wunderbar treffende Worte gibt. Manchmal Begriffe hingegen sind scheinbar so universell, dass sie in mehreren Sprachen zwar unterschiedlich, aber mit demselben Augenzwinkern benannt werden. Da hat man mal ein, zwei Wochen lang nicht Staub gesaugt, und schon tummeln sie sich überall: Wollmäuse, […]
2. Januar 2017

Na dann mal Mahlzeit

Verdorbenes soll man nicht essen, wusste schon Mutti. Dinge, gegen die man allergisch ist, sollte man ebenfalls meiden. Und dann gibt es da noch Dinge, die zwar wie Lebensmittel heißen, aber tatsächlich ungenießbar sind. Damit Sie sich nicht aus Versehen den Magen verderben, erfahren Sie heute im Kleinen Gemischten Wortsalat, von welchen „Leckereien“ Sie besser die Finger lassen sollten. Da wäre zum Beispiel die Thomasbirne. […]
11. August 2016

Andere countries, andere concepts IV

Heute geht es wieder um Konzepte und Phänomene, die wir im Deutschen umständlich beschreiben müssen, für die es aber in anderen Sprachen wunderbare Worte gibt.   Die Schweden gelten nicht gerade als die Romantiker unter den Europäern. Dabei beweisen sie in ihrem Wortschatz einen ungeahnten Sinn für bezaubernde Melancholie, zum Beispiel mit dem Wort mångata. Das ist eine Verbindung als måne (Mond) und gata (Straße) […]
24. Juni 2016

Flecktarnlinguistik IV

Schon mehrfach hat sich der kleine gemischte Wortsalat mit dem Sprachgebrauch der Bundeswehr beschäftigt und festgestellt, dass der deutsche Wehrjargon die eine oder andere Stolperfalle birgt. Das alles ist jedoch nichts im Vergleich zum Abstraktionsgrad, den die Wehrverwaltung erreicht – jener zivile Teil der Bundeswehr, der für den administrativen Unterbau sorgt.   Hier stellt nämlich nicht einfach Abteilung A ihre Informationen einer anderen Abteilung, einem […]
10. Mai 2016

Überflüssige Eulen

Tut jemand etwas Unnützes, kommentiert man das hierzulande oft mit der Redewendung Eulen nach Athen tragen. Ihren Ursprung hat diese Phrase angeblich im alten Griechenland, wo Eulen als Symbol der Göttin Athena auf Münzen geprägt wurden. Da Athen als ausgesprochen reich galt, war es natürlich völlig unnötig, noch mehr Eulen (=Münzen) dorthin zu bringen.   So weit, so gut. Aber nicht nur in Deutschland blickt […]
25. April 2016

Süße Sünden

„Schokolade ist Glück, das man essen kann“, soll die Schriftstellerin Ursula Kohaupt einst gesagt haben. Ob das stimmt oder nicht – Schokolade ist auf jeden Fall wichtig genug, dass sie einen Beitrag im Kleinen Gemischten Wortsalat verdient.   Dass Schokolade aus Kakaobohnen gewonnen (und darum von Humoristen gern als Gemüse eingestuft) wird, kann als Allgemeinbildung gelten. Weniger bekannt dürfte sein, was nach Fermentieren, Rösten und […]
9. März 2016

Ins Auge gefasst

Mit den Augen sehen wir, aber wie oft nehmen wir – das Wortspiel sei verziehen – unsere Augen selbst in Augenschein? Dabei ist dieser ausgefeilte, hoch komplexe Teil unseres Körpers durchaus einen Blick wert!   Vielleicht haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was es mit den länglichen Strukturen oder Flecken auf sich hat, die gelegentlich durch Ihr Gesichtsfeld huschen oder driften. Fast jeder Mensch […]
10. Januar 2016

R(h)einen Wein einschenken III

In dieser kleinen Serie zum Thema Wein haben wir uns schon mit Flaschen und Servierpraktiken beschäftigt. Nun folgt der logische nächste Schritt: der Wein im Glas.   Ein Wein- oder Sektglas besteht aus drei Elementen: dem Fuß, dem Stiel und… na, wüssten Sie’s? Kelch ist die korrekte Bezeichnung für den Teil des Glases, in den der Wein gefüllt wird.   Wenn Sie dann, ganz Connaisseur, […]