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Foto: (c)Carolina Ödman - natural camouflage

Schon mehrfach hat sich der kleine gemischte Wortsalat mit dem Sprachgebrauch der Bundeswehr beschäftigt und festgestellt, dass der deutsche Wehrjargon die eine oder andere Stolperfalle birgt. Das alles ist jedoch nichts im Vergleich zum Abstraktionsgrad, den die Wehrverwaltung erreicht – jener zivile Teil der Bundeswehr, der für den administrativen Unterbau sorgt.

 

Hier stellt nämlich nicht einfach Abteilung A ihre Informationen einer anderen Abteilung, einem Ausschuss oder einem Stab zur Verfügung, nein: Informationen werden eingesteuert!

 

Genauso wenig erteilt man einer Abteilung den Auftrag, sich um eine bestimmte Aufgabe zu kümmern. Iwo denn: Die entsprechenden Ressourcen für diese Aufgabe werden bei einer bestimmten Abteilung ausgebracht, die Verantwortung dafür ist dann genau hier verortet.

 

Aber eigentlich ist alles ganz einfach. Die Arbeit der Wehrverwaltung besteht unter anderem darin, dafür zu sorgen, dass die Soldatinnen und Soldaten die nötige Ausrüstung haben, um ihren Auftrag zu erfüllen – und das (gerade bei Auslandseinsätzen) möglichst langfristig und für Personal und Material verkraftbar. Aber wo kämen wir denn hin, wenn man das einfach so ausdrücken würde. Nein, natürlich geht es darum, Fähigkeiten durchhaltefähig abzubilden! Da weiß dann auch der letzte Zivilist, was gemeint ist.

 

Bildquelle: (c) Carolina Ödman – natural camouflage

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.