Hoch die Tassen

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Die Feiertage sind vorbei, und manche(r) hat seinen Bedarf an alkoholischen Flüssigkeiten sicher ausreichend gedeckt. Falls Sie so kurz nach Silvester schon wieder an Spirituosen denken können, ohne Magenziehen zu bekommen, dürfen Sie sich freuen: Heute geht es um die Feinheiten des Hochprozentigen!

 

Haben Sie sich schon mal an Absinth gewagt? Die „grüne Fee“, von Van Gogh und Zeitgenossen wärmstens empfohlen, bietet Gelegenheit für einen kleinen chemischen Zaubertrick. Sobald man, wie es sich gehört, das Eiswasser über das Zuckerstückchen in den Absinth tropfen lässt, wird die eben noch klare grüne Flüssigkeit plötzlich trüb: Sie opalesziert. Schuld daran sind einige der Kräuterextrakte, die sich nicht gern in Wasser lösen lassen.

 

Wenn Sie doch lieber bei Vertrautem bleiben, empfehle ich einen guten Gin. Wie man den macht? Vereinfacht gesagt: Man lässt Wacholder sowie Früchte und Kräuter nach Wahl im Alkohol ordentlich durchziehen. Die Fachleute würden das natürlich nie so plump ausdrücken. Hier wird selbstverständlich mazeriert!

 

Alternativ kann Gin (ebenso wie andere Spirituosen) auch aromatisiert werden, indem man das Lösungsmittel (lies: den Alkohol) immer wieder durch die zerkleinerte Pflanzen- und Fruchtmischung fließen lässt. Und natürlich darf auch hier der korrekte Profi-Ausdruck nicht fehlen: Hier wurde soeben perkoliert!

 

In diesem Sinne: Wohl bekomm’s.

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.