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Foto: (c) David Lienhard - eye

Mit den Augen sehen wir, aber wie oft nehmen wir – das Wortspiel sei verziehen – unsere Augen selbst in Augenschein? Dabei ist dieser ausgefeilte, hoch komplexe Teil unseres Körpers durchaus einen Blick wert!

 

Vielleicht haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was es mit den länglichen Strukturen oder Flecken auf sich hat, die gelegentlich durch Ihr Gesichtsfeld huschen oder driften. Fast jeder Mensch sieht im Laufe seines Lebens diese Strukturen, die Mouches volantes oder Floaters genannt werden. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und entstehen durch kleine Unregelmäßigkeiten in der Glaskörperflüssigkeit im Auge.

 

Wegreiben lassen sie sich leider nicht, im Gegensatz zum Schlafsand, den wir uns allmorgendlich aus den Augen wischen. Was wir umgangssprachlich als Sand bezeichnen, ist tatsächlich eingetrocknete Augenbutter, Drüsensekrete zum Feuchthalten des Auges.

 

Da wir im Schlaf weniger blinzeln, trocknet die Augenbutter in der Nacht ein und setzt sich als krümlige Substanz im inneren Augenwinkel ab, vor allem an der Tränenkarnunkel. So nennen Fachleute das rosafarbene „Dreieck“ im Lidwinkel.

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.