R(h)einen Wein einschenken III

Formvollendet
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Ins Auge gefasst
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Foto: (c) Jing - zaytinya

In dieser kleinen Serie zum Thema Wein haben wir uns schon mit Flaschen und Servierpraktiken beschäftigt. Nun folgt der logische nächste Schritt: der Wein im Glas.

 

Ein Wein- oder Sektglas besteht aus drei Elementen: dem Fuß, dem Stiel und… na, wüssten Sie’s? Kelch ist die korrekte Bezeichnung für den Teil des Glases, in den der Wein gefüllt wird.

 

Wenn Sie dann, ganz Connaisseur, das Glas kreisförmig schwenken und das Bouquet (also den Duft) einatmen, werden ihnen vielleicht die Schlieren auffallen, die der geschwenkte Wein an der Innenseite des Kelches hinterlässt. Auch die haben in der Weinsprache einen eigenen Namen und heißen Kirchenfenster.

 

Sekt hingegen wird keinesfalls geschwenkt, das würde die Kohlensäure zu schnell verfliegen lassen. Wer Wert auf Optik legt, sollte vielmehr in gute Sektgläser investieren. Die sind nämlich mit einem Moussierpunkt versehen, einer kleinen Vertiefung oder Erhöhung an der Innenseite des Kelchbodens. Dort sammeln sich die Perlen und steigen besonders schön und gleichmäßig auf.

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.