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Anfang August ist es wieder so weit: Das Wacken Open Air, Deutschlands größtes Heavy-Metal-Festival unter freiem Himmel, lässt die schleswig-holsteinische Provinz erbeben! Aber auch, wenn Sie eher kurze Haare haben und mit Musik jenseits der 100 Dezibel wenig anfangen können, gibt es hier terminologisch einiges zu entdecken!

 

Sie kennen doch sicher die als „Pommesgabel“ bekannte Geste, mit der Bands und Fans des Heavy Metal einander grüßen, oder? Wenn Sie sich gern integrieren und standesgemäß auf die gespreizten kleinen und Zeigefinger des langhaarigen Burschen im Motörhead-T-Shirt Ihnen gegenüber reagieren wollen, dann tun Sie dies mit der Mano cornuta, der gehörnten Hand.

 

Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: Was hat das Ö in Motörhead verloren? Und warum setzen sich amerikanische Bands wie Mötley Crüe oder Crüxshadows Umlaute in ihre englischen Bandnamen, die dort doch gar nichts verloren haben? Des Rätsels Lösung: Die Verwendung des Trema – der schlichten Doppelpunkte, die im Deutschen die Umlaute kennzeichnen – soll den Bandnamen exotischer und markanter aussehen lassen. Das Phänomen ist so verbreitet, dass sogar vom „Heavy-Metal-Umlaut“ (oder auch „röck döts“) gesprochen wird.

 

Der letzte Fachbegriff aus der Welt des Heavy Metal dürfte vielen schon vertraut sein: das gute alte Headbanging. Den Kopf im Takt der Musik heftig vor-, zurück- und seitwärts zu werfen, gehört in der Metal-Szene zum guten Ton. Das könnte übrigens auch die Vorliebe der Metaller für langes Haupthaar erklären: Eine energisch geschwungene Haarpracht macht einfach wesentlich mehr Eindruck!

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.