Wieder was gelernt

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Hauptberufliche Sprachverwender haben in der Regel einen deutlich größeren passiven Wortschatz als der Durchschnittsbürger. Aber auch als Übersetzer stößt man in der Muttersprache immer wieder auf Worte und Wendungen, die man nie zuvor gehört hat. Heute im Kleinen Gemischten Wortsalat: Worte, die ich erst in den letzten Wochen kennengelernt habe!

In einem Handbuch über die Haltung von Leopardgeckos (wunderbare Tiere übrigens!) stieß ich auf den Begriff hältern. So bezeichnet man die Handlung, Tiere (im konkreten Fall Futterinsekten) in speziellen Behältern aufzubewahren und zu transportieren.

Auf der Suche nach einer Pflegeanleitung für meinen neu erworbenen Zimmerbambus lief mir ein weiterer Terminus über den Weg: horstig. Im Gärtnerjargon bedeutet das, dass eine Pflanze keine Ausläufer bildet, sondern wie ein Baum wächst, sodass ihr Durchmesser mit den Jahren zunimmt.

Aus einem ganz anderen Bereich – nämlich dem Bauwesen – stammt die dritte Wortneuheit, die ich meinem Wortschatz hinzugefügt habe. Bei Reihenhäusern oder der geschlossenen Bebauung in Städten kommt es häufig vor, dass sich zwei Gebäude eine Wand teilen – eine Kommunwand.

Julia Helbig
Julia Helbig
Diplom-Übersetzerin & Diplom-Dolmetscherin für Deutsch, Englisch & Russisch | Allgemein beeidigt und ermächtigt | Mitglied des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) e.V.